Erklärung zur Festnahme von Hatime Azak
Wir dokumentieren folgende Erklärung der Anatolischen Föderation Österreich und fordern die sofortige Freilassung von Hatime Azak!
Wir dokumentieren folgende Erklärung der Anatolischen Föderation Österreich und fordern die sofortige Freilassung von Hatime Azak!
Jeden 2. Mittwoch im Monat
18:00 – 20:00 Uhr
Wo: volx*club Ottakring
Familienplatz 6, 1160 Wien
Jeden 3. Mittwoch im Monat
18:00 – 20:00 Uhr
Wo: Infoladen im EKH
Wielandgasse 2-4, 1100 Wien
Jeden 4. Mittwoch im Monat
18:00 – 20:00 Uhr
Wo: 4. Stock in der
Taubstummengasse 7-9, 1040 Wien
(Lift und Türöffner vorhanden)
Mehr Informationen findest du hier und beim Rechtsinfokollektiv
Infos zu rechtlichen Fragen: Rechtsinfokollektiv
Gegen Repression mit Fußball-Bezug: Rechtshilfe Rapid
Gegen Repression am Arbeitsplatz: Wiener Arbeiter*innen Syndikat
Solidarische Prozessbeobachtung: prozess.report
Dokumentation und Aufarbeitung von Polizeigewalt: Antirepressionsbüro
Digitale Selbstverteidigung: Fit für Aktion
Wir sind das Bauvolk der kommenden Welt
Wir sind der Sämann, die Saat und das Feld
Wir sind die Schnitter der kommenden Mahd
Wir sind die Zukunft und wir sind die Tat
So flieg’, du flammende, du rote Fahne
Voran dem Wege, den wir zieh‘n
Wir sind der Zukunft getreue Kämpfer
Wir sind die Arbeiter von Wien
Denn einen Kampf, der so begann,
Soll kein Ermatten schänden!
Ihr strittet vor, ihr finget an:
So laßt denn uns vollenden!
Und wie ein Sturm zur Hauptstadt geht’s! Anschwillt ihr Zug lawinengleich!
Umstürzt der Thron, die Krone fällt, in seinen Angeln ächzt das Reich!
Aus Brand und Blut erhebt das Volk sieghaft sein lang zertreten Haupt: –
Wehen hat jegliche Geburt! – So wird es kommen, eh’ ihr glaubt!
Trotz alledem und alledem!
So kommt denn an, trotz alledem!
Ihr hemmt uns, doch ihr zwingt uns nicht –
Unser die Welt trotz alledem!
Trotz Misstrauen, Angst und alledem
Es kommt dazu, trotz alledem
Dass sich die Furcht in Widerstand
Verwandeln wird, trotz alledem
Man hatte plötzlich die Möglichkeit, allen alles zu sagen, aber man hatte, wenn man es sich überlegte, nichts zu sagen. […] Ein Mann, der was zu sagen hat und keine Zuhörer findet, ist schlimm daran. Noch schlimmer sind Zuhörer daran, die keinen finden, der ihnen etwas zu sagen hat.
Das Recht des Menschen ist's auf dieser Erden
Da er doch nur kurz lebt, glücklich zu sein
Teilhaftig aller Lust der Welt zu werden
Zum Essen Brot zu kriegen und nicht einen Stein
Und der Haifisch, der hat Zähne
Und die trägt er im Gesicht
Und Macheath, der hat ein Messer
Doch das Messer sieht man nicht
Suche die Schule auf, Obdachloser!
Verschaffe dir Wissen, Frierender!
Hungriger, greif nach dem Buch: es ist eine Waffe.
Du musst die Führung übernehmen.
Reicher Mann und armer Mann
Standen da und sah'n sich an
Und der Arme sagte bleich:
Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich
Der Senator war stinksauer, die CDU war schwer empört
Dass die Typen sich jetzt nehmen, was ihnen sowieso gehört
Aber um der Welt zu zeigen, wie großzügig sie sind
Sagten sie: "Wir räumen später, lassen sie erstmal drin"
Und vier Monate später stand in Springers heißem Blatt:
"Das Georg-von-Rauch-Haus hat eine Bombenwerkstatt!"
Und die deutlichen Beweise sind zehn leere Flaschen Wein
Und zehn leere Flaschen können schnell zehn Mollis sein
Reißen wir die Mauern ein, die uns trennen
Kommt zusammen, Leute, lernt euch kennen
Du bist nicht besser als der neben dir
Keiner hat das Recht, Menschen zu regier'n
Ich bin nicht frei und kann nur wählen
Welche Diebe mich bestehlen, welche Mörder mir befehlen
Ich bin tausendmal verblutet und sie haben mich vergessen
Ich bin tausendmal verhungert und sie war'n vollgefressen
Die Richter und Staatsanwälte, für wen sind die da?
Für die Kapitalisten und für ihren Staat
Sie verurteilen uns, nach ihrem Gesetz
Wer das Geld hat, hat die Macht
Und wer die Macht hat, hat das Recht
Ich hab' geträumt
Der Winter wär' vorbei
Du warst hier und wir waren frei
Und die Morgensonne schien
[...]
Der Traum ist aus
Aber ich werde alles geben
Dass er Wirklichkeit wird
Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut.
Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist.
Eine Weltkarte, in der Utopia nicht verzeichnet ist, ist keines Blickes wert, denn sie unterschlägt die Küste, an der die Menschheit ewig landen wird.
Oft wird gesagt, Gewalt sei kein Argument. Das hängt jedoch ganz davon ab, was man beweisen will.
In die Demokratie wurden einst große Hoffnungen gesetzt; aber Demokratie bedeutet einfach nur das Niederknüppeln des Volkes durch das Volk für das Volk.
Die beste Regierungsform für den Künstler ist überhaupt keine Regierung.
Der größte Nutzen der Einführung des Sozialismus läge ohne Zweifel darin, uns von der schmutzigen Notwendigkeit zu befreien, für andere zu leben, die momentan so schwer auf fast allen lastet.
Ein Gedanke, der nicht gefährlich ist, ist nicht wert, überhaupt als Gedanke zu gelten.
Die einzige Pflicht, die wir der Geschichte gegenüber haben, ist, sie umzuschreiben.
Ich weiß nicht, welch Gesetz da gut
Und welches schlecht sein mag
Die Mauer ist hart – sonst wissen wir nichts
Die wir liegen im Kerkerverschlag
Jahr für Jahr spucken die Tore der Gefängnishölle eine Gruppe ausgemergelter, deformierter, willenloser Schiffbrüchiger der Menschheit in die Welt, die das Kainsmal auf der Stirn tragen. Ihre Hoffnungen sind zerschlagen, ihre natürlichen Neigungen wurden vereitelt. Auf sie wartet nichts als Hunger und Unmenschlichkeit und so sind diese Opfer gezwungen, bald wieder kriminell zu werden, da sie sonst nicht überleben können.
Auf welcher Grundlage aber basiert Bestrafung? Auf der Voraussetzung eines freien Willens, auf der Idee, dass ein Mensch jederzeit frei im Guten wie im Bösen handeln kann; wenn er sich für letzteres entscheidet, muss er den Preis dafür zahlen. Auch wenn diese Theorie schon längst überholt und auf der Müllkippe gelandet ist, wird sie weiterhin Tag für Tag von der gesamten Regierungsmaschinerie praktiziert und zur grausamsten und brutalsten Peinigerin menschlichen Lebens gemacht. Der einzige Grund für ihre Fortführung ist die noch grausamere Vorstellung, dass die Präventionswirkung umso größer ist, je mehr die Angst vor dem Terror der Bestrafung um sich greift.
Wir Anarchisten wollen die Menschen nicht emanzipieren; wir wollen, dass sich die Menschen selbst emanzipieren.
Our power doesn't run on nothing
It runs on blood
And blood is easy to obtain
When you have no shame
So we'll march day and night
By the big cooling tower
They have the plant
But we have the power
El pueblo unido jamás será vencido
(Das vereinte Volk wird niemals besiegt werden)
Die ganze Erde ist empört
Dieses verwundete Volk zu sehen
Millionen fordern Strafe
Für diese wilden Hyänen
Und das vereinte Chile, das kämpft
Um den Morgen zu erhellen
Wird wissen, wie man Gerechtigkeit durchsetzt
Mit geballten Fäusten
Eine Geschichte erzählt der Wind
Von Liebe, Kampf und Qual
Von einem Volk, das erblühte
Und die neue Zeit eroberte
Ich bin Amerikaner
Es spielt keine Rolle aus welchem Land
Ich möchte, dass mein Kontinent
Eines Tages glücklich lebt
Ich bin gegen ihren Krieg und gegen ihren Frieden
Ein Frieden so grausam, dass Menschen vor ihm fliehen
Hope lies in the smoldering rubble of empires
Alle bisherigen Gesellschafts- und Staatsformen, alle altüberlieferten Vorstellungen wurden als unvernünftig in die Rumpelkammer geworfen; die Welt hatte sich bisher lediglich von Vorurteilen leiten lassen; alles Vergangne verdiente nur Mitleid und Verachtung. Jetzt erst brach das Tageslicht, das Reich der Vernunft an; von nun an sollte der Aberglaube, das Unrecht, das Privilegium und die Unterdrückung verdrängt werden durch die ewige Wahrheit, die ewige Gerechtigkeit, die in der Natur begründete Gleichheit und die unveräußerlichen Menschenrechte.
Wir wissen jetzt, dass dies Reich der Vernunft weiter nichts war als das idealisierte Reich der Bourgeoisie; dass die ewige Gerechtigkeit ihre Verwirklichung fand in der Bourgeoisjustiz; dass die Gleichheit hinauslief auf die bürgerliche Gleichheit vor dem Gesetz; dass als eines der wesentlichsten Menschenrechte proklamiert wurde - das bürgerliche Eigentum; und dass der Vernunftstaat, der Rousseau'sche Gesellschaftsvertrag ins Leben trat und nur ins Leben treten konnte als bürgerliche, demokratische Republik.
Nichts ist fürchterlicher, als alle Tage von morgens bis abends etwas tun zu müssen, was einem widerstrebt. Und je menschlicher der Arbeiter fühlt, desto mehr muss ihm seine Arbeit verhasst sein, weil er den Zwang, die Zwecklosigkeit für sich selbst fühlt, die in ihr liegen.
Happiness, the brand, is not happiness
We are smarter than they think we are
They take us all for idiots, but that's their problem
When we behave like idiots, it becomes our problem
So, hold your own
Shower, smoothie, coffee, commute
Check the internet, never stop, never stop
There is a scar on the soul of the world, and it needs you to look
The blood of the past is here, it remains
It has to start somewhere
It has to start sometime
What better place than here?
What better time than now?
As real as it seems, the American Dream
Ain't nothing but another calculated schemes
To get us locked up, shot up, back in chains
To deny us of the future, rob our names
The revolution will not go better with Coke
The revolution will not fight germs that may cause bad breath
The revolution will put you in the driver's seat
The revolution will not be televised
No trace of love in the hunt for the bigger buck
Here in the land where nobody gives a fuck
Better than slaving away in an office
Or killing herself to fill some boss’s pockets
Working for peanuts and making them conkers
Das Ziel einer guten Gesellschaft ist es, soziale Beziehungen und Institutionen so zu strukturieren, dass kooperative und großzügige Impulse belohnt und antisoziale Impulse unterbunden werden. Das Problem des Kapitalismus besteht darin, dass er die schlimmsten Seiten in uns am meisten belohnt: Rücksichtslosigkeit, Wettbewerbsdenken, Hinterhältigkeit, Opportunismus und Habgier, während Ehrlichkeit, Mitgefühl, Fairness, viele Formen harter Arbeit, Gerechtigkeitssinn und die Sorge um Bedürftige nur wenig belohnt und oft stark bestraft oder zumindest stark benachteiligt werden.
Das Leitprinzip der herrschenden Eliten war und ist nach wie vor: Wenn Veränderungen die Herrschaft bedrohen, werden die Regeln geändert.
Die Massenmedien sind Klassenmedien.
Der Sozialismus lässt sich nicht von oben herab dekretieren und durch Gesetze künstlich ins Leben zaubern. Er muss den Tiefen der Massen entspringen als Ergebnis ihres schöpferischen Könnens und Wirkens und sich seine eigene Organisation im Volke schaffen. In den Betrieben, auf den Feldern, in den Gruben, in den Werkstätten der Technik und Chemie, dort wird sich das neue Leben der Zukunft entwickeln.
Die platonische Unterlassung des rein technischen Wahlaktes hat keine Bedeutung, wenn sie nicht das Ergebnis einer gewissen Erkenntnis, einer bestimmten herangereiften Überzeugung ist. Der Antiparlamentarismus kann sich nicht begnügen mit dem rein negativen Akt der Stimmenthaltung. Er muss auch in derselben Zeit bestrebt sein, neue schöpferische Kräfte in den Massen auszulösen, die seine Methode rechtfertigen und ihm eine positive Grundlage geben.
Wenn uns die Geschichte lehrt, dass der Staat seine Entstehung der Entwicklung des Privatmonopols und der gesellschaftlichen Klassenteilung verdankt, so zeigt uns die tägliche Erfahrung, dass der Staat, einmal in Existenz, der wirksamste und rücksichtsloseste Verteidiger des Monopols und der Klassenherrschaft ist, und dass folglich der Kampf gegen den Kapitalismus notwendigerweise den Kampf gegen den Staat und seine Träger in sich schließt. Jede einschneidende Veränderung der wirtschaftlichen Lebensbedingungen ist unvermeidlich mit einer Veränderung des politischen Systems verbunden. War die absolute Monarchie der natürlichste Ausdruck des alten Feudalwesens, so ist die parlamentarische Regierungsform das Ergebnis der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Wem es daher ernst ist mit der Bekämpfung des Kapitalismus, der ist durch die eiserne Logik der Umstände gezwungen, den modernen Staat zu bekämpfen, als den Verteidiger und Beschützer des kapitalistischen Systems.
Auch der Nationalstaat und das kapitalistische System können nicht unbegrenzt überleben. Dieses System vergrößert nicht nur die Kluft zwischen Arm und Reich weltweit zu einem klaffenden Abgrund, sondern befindet sich auch auf Kollisionskurs mit der Biosphäre.
Die Befreiung des Menschen und der Schutz nichtmenschlichen Lebens sind nicht nur miteinander vereinbar – beide sind notwendig.
Krieg dem Wahnsinn in jeder Gestalt und Bahn frei für den gesunden Menschenverstand!
Die besitzenden und herrschenden Klassen mögen sich Konservative oder Liberale, Klerikale oder Freidenker, Schutzzöllner oder Freihändler, Edelleute oder Demokraten, Imperialisten oder Republikaner nennen – ihre diesbezüglichen Partei- und sonstigen Differenzen hindern sie gewiss nicht im Geringsten, sich als Eigentümer in feindlichem Gegensatz zu den Besitzlosen solidarisch zu fühlen.
Es fällt den Anarchisten nicht ein, eine künftige Welt willkürlich konstruieren zu wollen; sie denken vielmehr daran, das Bestehende, das heißt die materielle Welt, wie sie sich bisher entfaltet hat, zu übernehmen und zum allgemeinen Besten anzuwenden.
Wir haben schon immer in Slums und in Löchern in der Wand gelebt. Wir werden wissen, wie wir es uns für eine Weile einrichten werden. Denn Sie dürfen nicht vergessen, dass wir auch bauen können. Wir sind es, die diese Paläste und Städte – hier in Spanien und Amerika und überall – gebaut haben. Wir, die Arbeiter. Wir können andere an ihrer Stelle bauen. Und zwar bessere. Wir haben nicht die geringste Angst vor Trümmern. Wir werden die Erde erben, daran besteht nicht der geringste Zweifel. Die Bourgeoisie mag ihre eigene Welt sprengen und ruinieren, bevor sie die Bühne der Geschichte verlässt. Hier in unseren Herzen tragen wir eine neue Welt. Diese Welt erwächst jetzt, in diesem Augenblick.
Es sind die Mächtigen, die die Gesetze schreiben - und es sind die Mächtigen, die diese Gesetze ignorieren, wenn es die Zweckmäßigkeit gebietet.
Das Konzept der „revolutionären Gewalt“ ist in gewisser Weise irreführend, da die Gewalt größtenteils von denen ausgeht, die Reformen verhindern wollen, und nicht von denen, die für Reformen kämpfen. Indem wir uns auf die gewalttätigen Aufstände der Unterdrückten konzentrieren, übersehen wir die viel größere repressive Gewalt, die von den herrschenden Oligarchen eingesetzt wird, um den Status Quo aufrechtzuerhalten, darunter bewaffnete Angriffe auf friedliche Demonstrationen, Massenverhaftungen, Folter, Zerschlagung oppositioneller Organisationen, Unterdrückung regimekritischer Publikationen, Morde durch Todesschwadronen, die Auslöschung ganzer Dörfer und ähnliches.
Die schlimmsten Formen der Tyrannei sind diejenigen, die so subtil, so tief verwurzelt und so umfassend kontrollierend sind, dass sie nicht einmal bewusst wahrgenommen werden.
Leute, die denken, sie wären frei in dieser Welt, sind bloß noch nicht am Ende ihrer Leine angelangt.
Unsere Angst, dass der Kommunismus eines Tages den Großteil der Welt erobern könnte, macht uns blind gegenüber der Tatsache, dass der Antikommunismus das bereits geschafft hat.
Es gibt nur sehr wenige arme Länder auf dieser Welt. Die meisten Länder sind reich! Die Philippinen sind reich! Brasilien ist reich! Mexiko ist reich! Chile ist reich! Nur die Menschen sind arm. Aber dort gibt es Milliarden zu verdienen, zu erschließen und zu holen. Seit 400 Jahren gibt es dort Milliarden! Die kapitalistischen Mächte Europas und Nordamerikas haben sich das Holz, den Flachs, den Hanf, den Kakao, den Rum, das Zinn, das Kupfer, das Eisen, den Kautschuk, das Bauxit, die Sklaven und die billigen Arbeitskräfte herausgeholt und mitgenommen. Sie haben diese Länder ausgebeutet. Diese Länder sind nicht unterentwickelt, sie sind überausgebeutet!
Die Organisation der Arbeiter, ihr stets wachsender Widerstand wird dem Wachstum des Elends möglicherweise einen gewissen Damm entgegensetzen. Was aber sicher wächst, ist die Unsicherheit der Existenz.
Die Karriere des Arbeitnehmerstandes im bürgerlichen Gemeinwesen ist an ihr Ende gekommen. Seit sie überhaupt nicht mehr stört, sondern bloß funktioniert, ist die Arbeiterklasse fertig – so fertig, dass es sie als speziell zu betreuende Abteilung der Gesellschaft ideell schon gar nicht mehr gibt. Materiell wird dieser Befund gerade in die Tat umgesetzt. […] Interessen, die dem System der Lohnarbeit zuwiderlaufen, und erst recht alle umstürzlerischen Absichten hat [das Proletariat] sich abgewöhnt; einen ‘proletarischen Klassenstandpunkt’ gibt es nicht mehr; die Arbeiterbewegung hat ihren Betrieb eingestellt. Kapital und Staatsmacht verfügen in ihren Lohnarbeitern über eine gesellschaftliche Produktivkraft, die sie uneingeschränkt nach Bedarf und Ermessen einsetzen können.
Die Konkurrenz ist der vollkommenste Ausdruck des in der modernen bürgerlichen Gesellschaft herrschenden Kriegs Aller gegen Alle. Dieser Krieg, ein Krieg um das Leben, um die Existenz, um alles, also auch im Notfalle ein Krieg auf Leben und Tod, besteht nicht nur zwischen den verschiedenen Klassen der Gesellschaft, sondern auch zwischen den einzelnen Mitgliedern dieser Klassen; jeder ist dem andern im Wege, und jeder sucht daher auch alle, die ihm im Wege sind, zu verdrängen und sich an ihre Stelle zu setzen.
Als ich in einem Raumschiff um die Erde flog, sah ich, wie schön unser Planet ist. Leute, lasst uns diese Schönheit bewahren und vermehren, anstatt sie zu zerstören!
Zu allen Zeiten und in allen Epochen war es die größte Freude des Menschen, an neuen Entdeckungen teilzuhaben. Ich möchte diesen ersten Raumflug den Menschen des Kommunismus widmen, einer Gesellschaft, in die unser sowjetisches Volk bereits eintritt und in die, da bin ich mir sicher, alle Menschen auf der Erde eintreten werden.
Nach materialistischer Geschichtsauffassung ist das in letzter Instanz bestimmende Moment in der Geschichte die Produktion und Reproduktion des wirklichen Lebens. Mehr hat weder Marx noch ich je behauptet. Wenn nun jemand das dahin verdreht, das ökonomische Moment sei das einzig bestimmende, so verwandelt er jenen Satz in eine nichtssagende, abstrakte, absurde Phrase.
Sie vom Boden zu entfernen,
rupfte man die Gaslaternen
Aus dem Straßenpflaster aus,
Zwecks des Barrikadenbaus.
Aber unser Revoluzzer
Schrie: „Ich bin der Lampenputzer
Dieses guten Leuchtelichts.
Bitte, bitte, tut ihm nichts!
Wenn wir ihn’ das Licht ausdrehen,
Kann kein Bürger nichts mehr sehen,
Laßt die Lampen stehn, ich bitt!
Denn sonst spiel’ ich nicht mehr mit!“
Warum ich Welt und Menschheit nicht verfluche?
Weil ich den Menschen spüre, den ich suche.
Sich fügen heißt lügen.
Niemand kann frei sein, solange es nicht alle sind.
Die Liebe und das Leben ehren –
Das möchten wir Euch eben lehren.
Erst mit dem Wegfall zahlreicher Formen des Elends wird man sie als solche überhaupt erkennen und sich ein bisschen dafür schämen, dass man unter ihnen eigentlich kaum gelitten hat.
Die Menschen in den Ländern der Dritten Welt, die haben nichts zu essen, weil sie es sich in einer Welt des Eigentums schlicht nicht kaufen können. Und sei es auch nur das tägliche Brot. Das ist nämlich die erste und elementarste Regel unserer regelbasierten Weltordnung: Für alles muss gezahlt werden, ob für Brot, einen Arzt, Medikamente, für Boden oder für Wasser. Es muss gezahlt werden, weil all diese Dinge Eigentum sind, also irgendjemand gehören und deswegen nur überlassen werden, wenn man den verlangten Gegenwert für sie herausrücken kann. Ob und in welchem Maß man das hinkriegt, dafür ist man selbst verantwortlich. Das ist die Freiheit, die jedem in dieser Weltordnung zusteht.
Konkurrenz um Geld, Konkurrenz um Eigentum - damit bestreiten die Menschen in diesem Laden ihr Leben. Eine andere Lösung ist für sie nicht vorgesehen. Das ist das Prinzip des Zusammenlebens, ein dauerndes Hauen und Stechen der Leute gegeneinander, um für sich ein bisschen Leben herauszuboxen.
Menschen aus Fleisch und Blut müssen Gewalt ausüben, damit das Eigentum respektiert wird. Und nur durch diese Gewalt entsteht die ökonomische Macht des Eigentums. Also man darf nicht sagen: Also herrscht das System, und die Politiker sind bloß Hampelmänner des Systems. Sondern ihre Herrschaft ist dann die notwendige Weise, wie das kapitalistische System als Staat organisiert ist.
Eine Gesellschaft, die rundherum ein Konkurrenzverhältnis ist: Jeder benutzt jeden mit den Mitteln, die er hat. Eine Gesellschaft, wo von einer Verpflichtung des einen auf den anderen einfach nichts zu sehen ist. Wo's eine wechselseitige Verpflichtung oder wo's überhaupt so etwas wie ein Gemeinschaftswerk gar nicht gibt, auf das die einzelnen Beteiligten dann verpflichtet werden könnten. Einer so einer Gesellschaft nachsagen, sie wär eigentlich quasi ein sittlicher Zusammenhang der Kooperation. Das ist Antikritik pur!
Von tausend Niederlagen
Erheben wir uns frei
Zu immer kühnrem Schlagen
In immer festrer Reih’.
Die Gegenwart mag trügen,
Die Zukunft bleibt uns treu.
Ob Hoffnungen verfliegen,
Sie wachsen immer neu.
Ihr raubt die Erde mir, doch nicht den Himmel,
Und ist’s ein schmaler Streif nur, eng,
Durch Gittermaschen, zwischen Eisenstäben,
Er macht des Leibes Sinne selbst
Beschwingt von freier Seele, freier
Als je ihr wart, die ihr mich hier im Kerker
In Fesseln zu vernichten wähnt.
Wir haben erlebt, daß beim Kriegsausbruch die Massen von den herrschenden Klassen mit lockenden Melodien für den kapitalistischen Kriegszweck eingefangen wurden. Wir haben erlebt, wie die schillernden Seifenblasen der Demagogie zerplatzten, die Narrenträume des August verflogen, wie statt des Glücks Elend und Jammer über das Volk kamen [...] Durch die Erfahrung sind wir gewarnt – alles lernen, nichts vergessen!
Der Hauptfeind steht im eigenen Land!
Auf meiner Grabestafel dürfen nur zwei Silben stehen: Zwi–zwi. Das ist nämlich der Ruf der Kohlmeisen, den ich so gut nachmache, daß sie sofort herlaufen. Und denken Sie, in diesem Zwi-zwi, das sonst ganz klar und dünn, wie eine Stahlnadel auffunkelte, gibt es seit einigen Tagen einen ganz kleinen Triller, einen winzigen Brustton. Und wissen Sie, Fräulein Jacob, was das bedeutet? Das ist die erste leise Regung des kommenden Frühlings – trotz Schnee und Frost und Einsamkeit glauben wir – die Kohlmeisen und ich – an den kommenden Frühling! Und wenn ich den vor Ungeduld nicht erleben sollte, dann vergessen Sie nicht, daß auf meiner Grabestafel nichts stehen darf außer Zwi-zwi…
Ihr stumpfen Schergen! Eure „Ordnung“ ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich morgen schon „rasselnd wieder in die Höh‘ richten“ und zu eurem Schrecken mit Posaunenklang verkünden: Ich war, ich bin, ich werde sein!
Es genügt nicht, dass der Gedanke zur Verwirklichung drängt, die Wirklichkeit muss sich selbst zum Gedanken drängen.
Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigene Melodie vorsingt!
Hegel bemerkt irgendwo, dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.
Kein Mensch bekämpft die Freiheit; er bekämpft höchstens die Freiheit der anderen.
Gleiche Ausbeutung der Arbeitskraft ist das erste Menschenrecht des Kapitals.
Jeder Schritt wirklicher Bewegung ist wichtiger als ein Dutzend Programme.
Das revolutionäre Programm soll nicht aufgegeben, sondern nur aufgeschoben werden - bis auf unbestimmte Zeit. Man nimmt es an, aber eigentlich nicht für sich selbst und für seine Lebzeiten, sondern nach seinem Tod, als Erbstück für Kinder und Enkeln. Inzwischen wendet man seine "ganze Kraft und Energie" auf allerhand Kleinkram und Herumflickerei an der kapitalistischen Gesellschaftsordnung, damit es doch aussieht, als geschehe etwas und gleichzeitig die Bourgeoisie nicht erschreckt werde.
Bis ins Detail können die Einwirkungen des Verbrechers auf die Entwicklung der Produktivkraft nachgewiesen werden. Wären Schlösser je zu ihrer jetzigen Vollkommenheit gediehn, wenn es keine Diebe gäbe?
Anderen etwas vormachen und sich dabei selbst etwas vormachen - das ist die parlamentarische Weisheit in der Nussschale.
Man muss "die Philosophie beiseite liegenlassen", man muss aus ihr herausspringen und sich als ein gewöhnlicher Mensch an das Studium der Wirklichkeit geben. [...] Philosophie und Studium der wirklichen Welt verhalten sich zueinander wie Onanie und Geschlechtsliebe.
Wenn ich die Leiden meiner Frau und meine eigne Ohnmacht ansehe, so möchte ich dem Teufel in den Rachen laufen.
Freunde ergänzen einander, ergänzen heißt ganz machen, um das nötig zu haben, muß man beschädigt sein, aber wenn man es nötig hat, so kann man auch niemand brauchen, der auf dieselbe Art beschädigt ist, sondern jemand, der andere Schäden aufweist. Die Freunde füllen die Lücken, komplementär, sie holen auf, was einem fehlt, sie tun, was man versäumt hat.
Alles seit je. Nie was andres. Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.
Wenn wir einzig und allein machthungrig wären, warum würden wir uns dann auf die Seite der Machtlosen stellen? Würden wir nicht vor den Mächtigen kriechen?
Theatralisch zählte er mir die seines Erachtens bevorstehenden Katastrophen auf: erstens, der Untergang des revolutionären Subjekts schlechthin, der Arbeiterklasse; zweitens, die endgültige Aufweichung des politischen Erbes von Sozialisten und Kommunisten, die dadurch, dass sie sich täglich die Rolle als Handlanger des Kapitals streitig machten, längst degeneriert seien; drittens, das Ende jeder Theorie der Veränderung, alles sei, wie es sei, und wir müssten uns dem anpassen. Ich fragte skeptisch: "Glaubst du, das geht wirklich so aus?" Er lachte: "Natürlich, aber du weißt ja, dass ich ein versierter Redner bin, und wenn du willst, beweise ich dir mit These, Antithese und Synthese auch das genaue Gegenteil: Der Sieg des Kommunismus ist unvermeidlich, die Diktatur des Proletariats ist die höchste Form der Demokratie, die Sowjetunion, China, Nordkorea und Thailand sind viel besser als die Vereinigten Staaten, Blutvergießen in Bächen oder in Strömen ist in manchen Fällen ein Verbrechen und in anderen erlaubt. Ist es dir so lieber?"
- "Warst du bei der Polizei?"
- "Ja."
- "Und, was haben sie gesagt?"
- "Die hätten mich um ein Haar verhaftet, die sind faschistischer als die Faschisten."
Die Umwandlung der bürgerlichen Krise in Klassenkampf und Revolution setzt den objektiven Zusammenbruch des sozialen und politischen Rahmens des Kapitalismus voraus, aber dies ist nicht einmal potenziell möglich, wenn die große Masse der Arbeiter nicht für die verbreitete revolutionäre Theorie gewonnen oder von ihr beeinflusst wird von der Partei, eine Theorie, die nicht auf den Barrikaden improvisiert wird. Aber wird diese Theorie vielleicht hinter verschlossenen Türen durch wissenschaftliche Arbeiten ohne jeglichen Bezug zur Masse destilliert?
Die Revolution ist für das Leben, nicht für den Tod.
Von Anbeginn an war die Freiheit des Unternehmens keineswegs ein Segen. Als die Freiheit zu arbeiten oder zu verhungern bedeutete sie für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Plackerei, Unsicherheit und Angst. Wäre das Individuum nicht mehr gezwungen, sich auf dem Markt als freies ökonomisches Subjekt zu bewähren, so wäre das Verschwinden dieser Art von Freiheit eine der größten Errungenschaften der Zivilisation.
Die freie Wahl der Herren schafft die Herren oder die Sklaven nicht ab.
Ich habe den Reichen den Krieg erklärt, die von unserer Armut profitieren, den Politikern, die uns mit lächelnden Gesichtern anlügen, und all den gedankenlosen, herzlosen Robotern, die sie und ihr Eigentum beschützen.
Du darfst dich nicht schuldig fühlen
für das, was uns angetan wurde.
Nur die Starken werden verrückt.
Die Schwachen machen einfach mit.
An meine liebe, schüchterne Mama
Die sich mit Menschen unwohl fühlt
Weil sie nicht weiß
Wie man falsch ist
Und Angst hat, echt zu sein.
Wir müssen Massenerrichtungswaffen sein. Waffen der Massenliebe. Es reicht nicht aus, nur das System zu ändern. Wir müssen uns ändern. Wir müssen diese Welt benutzerfreundlich machen.
Jede Generation muss in relativer Undurchsichtigkeit ihre Mission entdecken, sie entweder erfüllen oder verraten.
Politik ist die Kunst, Menschen weiszumachen, dass sie an der Macht sind, obwohl sie in Wirklichkeit keine haben.
Der Unterdrücker muss bis zu seinem Untergang bedrängt werden. Er darf weder bei Tag noch bei Nacht Ruhe haben.
Sie dachten echt ihre Scheiße hält ewig
Ich zeig’ den Kleinen Monopoly, doch sie verstehn's nicht
Ein 100€ Schein? Was soll das sein?
Wieso soll ich dir was wegnehm' wenn wir alles teilen?
Ich würde früher oder später sterben, ob ich nun jemals selbst gesprochen hatte oder nicht. Mein Schweigen hatte mich nicht geschützt. Dein Schweigen wird dich nicht schützen.
Wenn ich es wage, mächtig zu sein und meine Kraft in den Dienst meiner Vision zu stellen, dann wird es immer unwichtiger, ob ich Angst habe.
Wenn man von einer Revolution spricht, denken die meisten Menschen an Gewalt; ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass der eigentliche Inhalt irgendeiner Art von revolutionärem Vorstoß in den Grundsätzen und Zielen liegt, die man anstrebt – und nicht in der Art und Weise, wie man sie erreicht.
Liebe Nachwelt! Wenn Ihr nicht gerechter, friedlicher und überhaupt vernünftiger sein werdet, als wir sind bzw. gewesen sind, so soll euch der Teufel holen.
Autoritätsdusel ist der größte Feind der Wahrheit.
Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns. Vor uns liegen die Mühen der Ebenen.
Lass nie deine Feinde für dich entscheiden, wer deine Feinde sind.
Ich fürchte mich mehr vor dem, was passieren wird, wenn ich nicht kämpfe, als vor dem, was passieren wird, wenn ich es tue.
Wir können es uns nicht leisten, Zuschauer zu sein, während sich unsere Leben verschlechtern. Wir müssen unsere Leute wirklich lieben und daran arbeiten, diese Liebe zu stärken.
Ein Teil davon Revolutionär zu sein besteht darin, eine Vision zu schaffen, die menschlicher ist. Die auch mehr Spaß macht. Die liebevoller ist. Es geht darum, tatsächlich etwas Schönes zu schaffen.
Dieser Planet hat – oder besser gesagt, hatte – ein Problem. Die meisten seiner Bewohner waren fast immer unglücklich. Zur Lösung dieses Problems wurden viele Vorschläge gemacht, aber die drehten sich meist um das Hin und Her kleiner bedruckter Papierscheinchen, und das ist einfach drollig, weil es im großen und ganzen ja nicht die kleinen bedruckten Papierscheinchen waren, die sich unglücklich fühlten.
Indem ich meine Füße losbinde, reinige ich mich von tausend Jahren Gift
Mit heißem Herz erwachen aller Frauen Geister
Die Männer in jenem Land hatten eigens ganze Bücher geschrieben und barbarische Riten erfunden, um die Frauen zu versklaven. Sie hatten grausame Unterdrückungsmechanismen praktiziert. Um ungeniert üblen Gebrauch davon machen zu können, hatten sie folgende Formel gefunden: für eine Frau ist der Mangel an Geistesgaben eine Tugend. [...] Sie wussten nichts davon, dass Männer und Frauen von Natur aus gleich sind. Dass sie Wesen mit vier Gliedmaßen und fünf Sinnen, mit Weisheit und Intelligenz, Mut und Kraft sind, und sie wussten auch nicht, dass die Frauen die gleichen Rechte und Pflichten haben wie die Männer.
Verfolgung reift junge Rebellen.
Nichts auf der Welt ist stärker als Zärtlichkeit.
Hoffnung ist wie eine Straße im Land; es gab nie eine Straße, aber wenn viele Menschen darauf gehen, entsteht die Straße.
Man sagt, dass man eine Nation erst dann wirklich kennt, wenn man in ihren Gefängnissen war. Eine Nation sollte nicht danach beurteilt werden, wie sie ihre höchsten, sondern wie sie ihre niedrigsten Bürger behandelt.
Nur freie Menschen können verhandeln, Gefangene können keine Verträge abschließen. Deine und meine Freiheit können nicht voneinander getrennt werden.
Die Grenzen der Tyrannen werden durch die Belastbarkeit derer bestimmt, die sie unterdrücken.
Es kann nicht sein, dass die Unterdrücker den Unterdrückten diktieren wie sie sich von den Unterdrückern befreien.
Nicht im Stich lassen, sich nicht und andere nicht, das ist die Mindestutopie, ohne die es sich nicht lohnt, Mensch zu sein.
Würden die Arbeiter was unternehmen
müßten die Unternehmer arbeiten.
Die Bürokratie ist ein Kreis, aus dem niemand herausspringen kann. Ihre Hierarchie ist eine Hierarchie des Wissens. Die Spitze vertraut den unteren Kreisen die Einsicht ins Einzelne zu, wogegen die unteren Kreise der Spitze die Einsicht in das Allgemeine zutrauen, und so täuschen sie sich wechselseitig.
Nicht aufs Wort glauben, aufs strengste prüfen - das ist die Losung der marxistischen Arbeiter.
Oh, I get by with a little help from my friends
Love is a bourgeois construct
So I’ve given up on the bourgeoisie
Like all their aspirations, it’s a fantasy
Das Ziel seiner Reise, seine Befreiung hängt davon ab, ob das Proletariat versteht, aus den eigenen Irrtümern zu lernen. Selbstkritik, rücksichtslose, grausame, bis auf den Grund der Dinge gehende Selbstkritik ist Lebensluft und Lebenslicht der proletarischen Bewegung.
Der Kapitalismus ist die erste Wirtschaftsform mit propagandistischer Kraft, eine Form, die die Tendenz hat, sich auf dem Erdrund auszubreiten und alle anderen Wirtschaftsformen zu verdrängen, die keine andere neben sich duldet. Er ist aber zugleich die erste, die allein, ohne andere Wirtschaftsformen als ihr Milieu und ihren Nährboden, nicht zu existieren vermag, die also gleichzeitig mit der Tendenz, zur Weltform zu werden, an der inneren Unfähigkeit zerschellt, eine Weltform der Produktion zu sein.
In Erwägung, dass wir der Regierung
was sie immer auch verspricht,
nicht trau'n
haben wir beschlossen,
unter eig'ner Führung
uns nunmehr ein gutes Leben aufzubau'n
Für das Einzelkapital existieren überhaupt die Abteilungen der Gesamtproduktion nicht, sondern einfach Waren und Käufer, und für den Einzelkapitalisten ist es deshalb an sich völlig gleichgültig, ob er Lebensmittel oder Todesmittel, Fleischkonserven oder Panzerplatten produziert.
Meine Freiheit heißt dass ich Geschäfte machen kann
Und deine Freiheit heißt du kriegst bei mir 'nen Posten
Und da du meine Waren kaufen musst stell ich dich bei mir an
Dadurch verursacht deine Freiheit keine Kosten
Geliebt wirst du einzig dort, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren.
Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf.
Sie werden im historischen Materialisten mit einem distanzierten Betrachter zu rechnen haben. Denn was er an Kulturgütern überblickt, das ist ihm samt und sonders von einer Abkunft, die er nicht ohne Grauen bedenken kann. Es dankt sein Dasein nicht nur der Mühe der großen Genien, die es geschaffen haben, sondern auch der namenlosen Fron ihrer Zeitgenossen. Es ist niemals ein Dokument der Kultur, ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein. Und wie es selbst nicht frei ist von Barbarei, so ist es auch der Prozeß der Überlieferung nicht, in der es von dem einen an den andern gefallen ist. Der historische Materialist rückt daher nach Maßgabe des Möglichen von ihr ab. Er betrachtet es als seine Aufgabe, die Geschichte gegen den Strich zu bürsten.
Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Mit einem starken Schweden ringen,
Ist nicht so leicht wie Reden schwingen.
Ist die Konstruktion der Zukunft und das Fertigwerden für alle Zeiten nicht unsere Sache; so ist desto gewisser, was wir gegenwärtig zu vollbringen haben, ich meine die rücksichtslose Kritik alles Bestehenden, rücksichtslos sowohl in dem Sinne, dass die Kritik sich nicht vor ihren Resultaten fürchtet und eben so wenig vor dem Konflikte mit den vorhandenen Mächten.
Die ökonomische Anarchie der kapitalistischen Gesellschaft heute ist meiner Meinung nach die eigentliche Ursache des Übels. Wir sehen vor uns eine riesige Gemeinschaft von Erzeugern, deren Mitglieder unaufhörlich bestrebt sind, einander die Früchte ihrer kollektiven Arbeit zu entziehen, – nicht mit Gewalt, aber in getreuer Einhaltung der gesetzlich feststehenden Regeln.
Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten
In Winterskälte und Hungersnöten;
Wir haben vergebens gehofft und geharrt -
Er hat uns geäfft, gefoppt und genarrt
Im düstern Auge keine Träne
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch
Und mit den Tricks, den alten,
will man uns wieder spalten,
doch diesmal läuft es andersrum,
weil wir zusammenhalten.
Wir hatten dreißig Tage Zeit
Und Jahre voll offener Fragen.
Karl Marx hat den Sozialismus nicht erfunden. Wenn ich in Libyen sitze, in der Wüste, und ich forsche zu Kapital und Lohnarbeit - ich werde, ohne je von Karl Marx gehört zu haben, dieselben Schlüsse ziehen wie er.
Im kapitalistischen System, das auf der Institution des Privateigentums aufbaut, das mit dem Privatkonsum der Kleinfamilie unlösbar verbunden ist, ist die Frau zur unproduktiven Arbeit im Familienhaushalt verurteilt. Auch wenn die bürgerlichen Regierungen in den kapitalistischen Ländern sich gegenwärtig dazu bereiterklären, den Frauen eine formal-juristische Gleichberechtigung und andere Almosen zuzugestehen, so ist ihre Befreiung doch nicht möglich.
Damit der Wohlstand Wirklichkeit werde, ist es notwendig, daß dieses ungeheure Kapital - Städte, Häuser, kultivierte Ländereien, Fabriken, Verkehrswege, Bildung usw. - nicht mehr als Privateigentum betrachtet wird, worüber der Kapitalist nach Belieben verfügen kann.
Allein machen sie dich ein,
schmeissen sie dich raus,
lachen sie dich aus,
und wenn du was dagegen machst,
sperr'n se dich in den nächsten Knast.
Wir erheben nicht den Anspruch, die Gesamtbevölkerung aufklären zu wollen. Wir wissen, daß im Augenblick Minderheiten aufgeklärt werden können, aber Minderheiten, die geschichtlich die Chance haben, Mehrheiten zu werden.
Aber wenn die freie Gesellschaft sehr unwahrscheinlich ist, bedarf es um so größerer Anstrengungen, die historische Möglichkeit zu verwirklichen, ohne die Sicherheit zu haben, daß es wirklich gelingen wird. Es hängt vom Willen der Menschen ab, daß sie es schaffen, und wenn wir es nicht schaffen, dann haben wir eine historische Periode verloren. Als Alternative steht vielleicht Barbarei!
Ich gehe davon aus, dass der Mensch nicht dazu verurteilt ist, dem blinden Spiel der Zufälle in der Geschichte unterworfen zu bleiben.
Alles kann den Leuten erklärt werden, unter der einzigen Bedingung, dass du verstanden werden willst.
Seit seiner Geburt erklärte der Sozialismus allen bestehenden Institutionen den Krieg. Sein Ziel war, jede Ungerechtigkeit zu Boden zu werfen und durch ökonomischen und sozialen Wohlstand und Harmonie zu ersetzen. Zwei wesentliche Prinzipien verliehen dem Sozialismus Leben und Stärke: das Lohnsystem und dessen Herrn, das private Eigentum. Die Grausamkeit, das Verbrechen und Ungerechtigkeit dieser Prinzipien waren die Feinde, denen der Sozialismus seine bittersten Angriffe und Kritiken entgegenschleuderte. Privates Eigentum und Lohnsystem bilden die zuverlässigsten Pfeiler dieser Gesellschaft, und so wurde jeder, der es wagte, ihre Grausamkeit zu enthüllen, als ein Feind der Gesellschaft, als ein gefährlicher Sonderling und ein Revolutionär verschrien. Es kam die Zeit, dass der Sozialismus diese Beinamen erhobenen Hauptes trug und fühlte, dass der Hass seiner Feinde seine großartigsten Attribute sind.
Der Patriotismus nimmt an, daß die Erde aufgeteilt ist in lauter kleine Fleckchen, von denen jedes umgeben ist von einem eisernen Gitter. Jene, die das Glück hatten, auf einem bestimmten Fleckchen geboren zu werden, erachten sich als besser, edler, großartiger und intelligenter als all jene Lebewesen, die andere Fleckchen bewohnen.
Die Anarchie führt zum Kommunismus und der Kommunismus zur Anarchie; das eine wie das andere ist nur Ausdruck der in den modernen Gesellschaften vorherrschenden Tendenz, des Strebens nach der Gleichheit.
Der Mensch, der nicht mehr kalt und keinen Hunger mehr hat, wird gut sein. Also wird man weder Gesetze, Polizisten noch Regierungen brauchen.
Die Wahrheit muß aus dem Elend kommen, denn von oben kommen nur Lügen.
Nicht die Paläste sollen brennen, sondern die hässlichen und verpesteten Hütten.
Herbst in Petersburg, nass und regnerisch, mit viel Nieselregen. In solchen Tagen hat Petersburg einen in früheren Jahren irgendwie immer traurig und melancholisch gestimmt. Im Oktober 1917 aber achtet man nicht auf das Wetter, man spürt es gar nicht, nimmt es nicht wahr. Die Atmosphäre ist von dem aufziehenden Gewittersturm der Ereignisse wie geladen.
Der proletarischen Frauenbewegung ist in der bürgerlichen Frauenbewegung ein neuer Feind erstanden, von dem vor drei Jahren noch keine Spur vorhanden war. Jetzt ist sie wie ein Pilz nach dem Regen aufgeschossen.
Lenins brausender Oktober
Half der Menschheit auf den Sprung,
Freilich wieder nur in grober
Paradieses Näherung.
Plagejahre, Übergang –
Manches dauert gar zu lang.
Auf, ihr Völker dieser Erde!
Einigt euch in diesem Sinn:
Daß sie jetzt die eure werde
Und die große Nährerin.
Ich lache, weil meine Sinne alle beisammen sind.
Kommunismus - das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes.
Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen.
Es ist nicht der Besitz von Land und Geld, sondern das Kommando über Arbeit, das die Reichen von den Armen unterscheidet.
Begreifen besteht aber nicht, wie Hegel meint, darin, die Bestimmungen des logischen Begriffs überall wiederzuerkennen, sondern die eigentümliche Logik des eigentümlichen Gegenstandes zu fassen.
Alle Wissenschaft wäre überflüssig, wenn die Erscheinungsform und das Wesen der Dinge unmittelbar zusammenfielen.
Es rettet uns kein höh'res Wesen
Kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun
Die Arbeiterin braucht Brot, aber sie braucht auch Rosen.
Mein Ideal wäre eine Situation, in der alle natürlichen Ressourcen für immer frei für alle zugänglich sind, und der Arbeiter individuell alles zur Befriedigung seiner Grundbedürfnisse herstellen kann, wenn er mag, so dass er Arbeit und Muße nicht an den Zeiten der anderen ausrichten muss. Ich glaube, eine solche Zeit wird kommen, aber nur durch die Entwicklung neuer Produktionsweisen und eines anderen Geschmacks der Menschen. Einstweilen rufen wir alle mit einer Stimme nach der Freiheit des Versuchens.
Solidarität beruht auf der Bereitschaft uns selbst in Gefahr zu begeben, um einander zu schützen.
Nur durch beständige Ausführung des scheinbar Unmöglichen kann der Erfolg gesichert werden.
Man muss die Arbeiter nicht so sehr dazu auffordern, die Arbeit niederzulegen, vielmehr dazu, sie unter eigener Regie fortzuführen.
Mein Kaiser, sie wollen, dass ich meine Beichte schreibe, gut, ich schreibe sie; doch ist ihnen bekannt, dass man in der Beichte nicht über fremde Sünden berichten muss. Nach meinem Schiffsbruch ist mir ein Kleinod geblieben, die Ehre und das Bewusstsein, dass ich niemanden, der sich mir anvertraute, verraten habe, und daher werde ich niemanden beim Namen nennen.
Mit der Bourgeoisie als herrschender Klasse wäre es aus, wenn sie nicht einen Bundesgenossen fände in den reformistischen Arbeiterführern aller Länder. Sie sind es, die einen Schutzwall errichten für die Klassenherrschaft der Bourgeoisie, und sie sind es, die das volle Maß der Verantwortung dafür tragen, dass Tausende und aber Tausende der besten Söhne und Töchter des Proletariats Zuchthäusler, Gefangene sind, statt ihre Kräfte in dem Kampf zur Überwindung des Kapitalismus einsetzen zu können.
Nicht die sexuellen Beziehungen bestimmen das moralische Ansehen der Frau, sondern ihr Wert im Arbeitsleben, bei der gesellschaftlich-nützlichen Arbeit.
Wir Kommunisten sind alle Tote auf Urlaub.
Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.
Die Dividenden steigen, und die Proletarier fallen. Und mit jedem sinkt ein Kämpfer der Zukunft, ein Soldat der Revolution, ein Retter der Menschheit vom Joch des Kapitalismus ins Grab.
Nicht das Lippenbekentnis, nur das Leben und Handeln adelt und erhebt.
Die Menschheit stellt sich immer nur Aufgaben, die sie lösen kann, denn genauer betrachtet wird sich stets finden, daß die Aufgabe selbst nur entspringt, wo die materiellen Bedingungen ihrer Lösung schon vorhanden oder wenigstens im Prozeß ihres Werdens begriffen sind.
Die Befreiung der Arbeit erfordert die Erhebung der Arbeitsmittel zu Gemeingut der Gesellschaft und die genossenschaftliche Regelung der Gesamtarbeit mit gerechter Verteilung des Arbeitsertrags.

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